Kunst- und Dramatherapie

Das Wort Drama kommt aus dem Griechischen und bedeutet Tun oder Handeln. In der Dramatherapie werden Klientinnen und Klienten dazu eingeladen, ihre meist schwierige Alltagswelt zu verlassen und in eine neue, dramatische Realität einzusteigen. Dort können sie in einem geschützten Rahmen ausprobieren, was sie sich in der alltäglichen Realität weder zutrauen noch wagen würden. Durch das spielerische Experimentieren werden neue Lösungswege und Strategien zur Problembewältigung erfahrbar gemacht: im dramatischen Spiel, im „So-tun-als-ob,“ untersuchen die Menschen neue Möglichkeiten für die reale Welt. Die Dramatherapie nutzt eine Vielzahl von Elementen für die Gestaltung der symbolischen, imaginativen Welt: Geschichten, Bewegung, Theater, Masken, Rituale, Puppenspiel sowie Alltagsgegenstände jeglicher Art.

Ein Schlüsselbegriff der Dramatherapie ist die „ästhetische Distanz“. Das „Tun-als-ob“ in einer Rolle, das Erzählen einer Geschichte in der dritten Person (anstatt in der ersten) und das Spiel mit Puppen oder Gegenständen ermöglichen eine sichere Distanz, aus der heraus neue Verhaltensweisen erprobt und durchgespielt werden können. Die Distanz ermöglicht eine grössere und behutsame Annäherung an die eigene Person. Das Drama ermöglicht eine Transformation von gemachten Erfahrungen und führt zu einer förderlichen Veränderung in der Wahrnehmung des Selbst und des Andern.

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